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Tourismus in Brasilien

Donnerstag, 19. Februar 2009

Der Tourismus ist in Brasilien noch nicht sehr bedeutend und macht nur etwa 0,5 % des Bruttosozialprodukts aus, der weltweite Durchschnitt liegt bei 10 %. Die jährliche Besucherzahl liegt bei etwa 4,8 Millionen. Beliebt sind vor allem die Strände und der Karneval von Rio de Janeiro , die Hauptstadt Brasília, das Amazonasbecken, der Nordosten mit seinen Stränden und Kultur und die Wasserfälle von Iguaçu. Die relativ geringe Anzahl an Touristen (auf einen Besucher kommen in Brasilien 37 Einheimische, in Deutschland nur etwa 4,6) ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. Die Infrastruktur muss ausgebaut werden. Die In- und Auslandsflüge sind teuer, da es im ganzen Land noch wenige Charterflüge gibt. Der Nordosten, sehr beliebt bei den Inlandtouristen, wird langsam von den Europäern entdeckt. Nicht nur die Natur und die reiche Kultur sondern auch die Entfernungen spielen eine Rolle. Fortaleza, zum Beispiel, liegt ca. 7 Flugstunden von Lissabon und ca. 8 Flugstunden von Madrid entfernt. Es gibt mittlerweile direkte Flüge (Sowohl Charter- als auch Linienflüge) aus verschiedenen europäischen Städten nach Fortaleza, Natal, Recife und Salvador. Ab Kap Verde mit der TACV fliegt man weniger als 4 Stunden nach Fortaleza. Es gibt auch Direktflüge aus Cayenne (französisch Guayana) und Helsinki, zum Beispiel.

Religion

Dienstag, 17. Februar 2009

Nach dem Zensus im Jahres 2000 bekannten sich 73,6 Prozent der Brasilianer zur römisch-katholischen Kirche. Die Zahl der Katholiken ist rückläufig. 1960 betrug die Zahl der Katholiken noch 91 Prozent der Gesamtbevölkerung, bis 1985 nahm sie auf 83 Prozent ab und ist bis 2000 auf 73,6 Prozent gesunken. Teile des brasilianischen Katholizismus sind stark von afrobrasilianischen Traditionen beeinflusst.

15,4 Prozent der Bevölkerung sind protestantischen Glaubens. Der Protestantismus kam seit dem 19. Jahrhundert mit deutschen Einwanderern ins Land. Im 20. Jahrhundert haben aber vor allem nordamerikanische Missionskirchen große Erfolge erzielt. So gab es seit etwa 1960 eine starke Zunahme protestantischer Freikirchen. Heute gibt es 35.000 Freikirchen in Brasilien.

7,4 Prozent erklärten keiner Religion anzugehören.

1,3 Prozent sind Anhänger des Spiritismus, 0,3 Prozent bekannten sich zu afro-brasilianischen Religionen wie Candomblé und Umbanda.

Des weiteren gibt es etwa 1.100.000 Zeugen Jehovas, 600.000 Mormonen, 215.000 Buddhisten, meist Nachkommen japanischer Einwanderer, 150.000 Juden, 27.000 Muslime, meist Nachkommen syrisch-libanesischer Einwanderer und knapp 3.000 Hindus.