Der tropische Regenwald im Amazonasgebiet ist eines der größten unberührten Waldgebiete der Welt. Landnutzugsänderungen vor allem für plantagenartige Land- und Forstwirtschaft zerstören diese Unberührtheit, aber auch Infrastrukturprojekte wie neue Straßen (zum Beispiel die Transamazônica und die Perimetral Norte) tragen ihren Teil dazu bei. Dabei wirkt sich nicht nur der Flächenverbrauch durch das Bauobjekt selbst aus; durch Straßen erschlossene Gebiete des Regenwaldes werden so erschließbar für anschließende Umwandlungen und illegalen Holzeinschlag. Ein weiterer Faktor ist deshalb die Holznutzung. Das Holz aus diesen Wäldern wird von der lokalen Bevölkerung genutzt (z. B. als Feuerholz, oder bereits in Brasilien selbst zu höherwertigen Produkten wie Sperrholz, Zellstoff oder Baumaterial verarbeitet. Das Holz wird teilweise auch international gehandelt. In Brasilien gibt es rund 2.500 Unternehmen, die tropisches Hartholz kaufen und verkaufen. Die meisten von ihnen sind ausländische Großunternehmen. Zwar ist Mahagoni mittlerweile gesetzlich geschützt, der Handel aber geht illegal weiter.
Die Schäden entstanden früher auch im Zusammenhang mit den Goldgräbern Brasiliens, den so genannten Garimpeiros. Zum Auswaschen des Goldes verwendeten sie Quecksilber in verhältnismäßig hohen Mengen. Diese gelangten schließlich in die Böden bzw. das Grundwasser und führten zu einer Verseuchung des Amazonasgebiets.
2006 wurden 14.039 km² Regenwald vernichtet, 2005 waren es noch 18.793 km². Von August 2003 bis August 2004 wurden in Brasilien 26.130 km² Regenwald vernichtet (das entspricht fast der Fläche Brandenburgs). Den Rückgang des Verlustes von Primärwald führte die Regierung Brasiliens auf die Durchsetzung ihrer Umweltstandards zurück, Umweltschützer sehen die Stärke des Real und die fallenenden Sojapreise als Gründe. In den letzten fünf Monaten des Jahres 2007 gingen in Brasilien jedoch 3.235 km² verloren, alleine im Dezember 2007 sogar 948 km². In der Folge beriet im Januar 2008 ein Notfallkabinett der brasilianischen Regierung über Maßnahmen. Die Behörden zum Schutz des Regenwaldes haben unter Geld- und Personalmangel, sowie Korruption zu kämpfen. Dennoch konnte 2002 das weltweit größte Schutzgebiet eines tropischen Regenwalds im Norden Brasiliens gegründet werden.
Brasilien hat Mitte 2008 einen Fonds zum Schutz des Amazonas-Regenwaldes ins Leben gerufen und erstmals einen Zusammenhang zwischen diesem Schutz und der globalen Erwärmung akzeptiert, so die Umweltschutzorganisation Greenpeace. Die Regierung plant bis zum Jahr 2021 Investitionen von mehreren Millionen Euro in Alternativen zur Rodung durch die Amazonasbevölkerung zu investieren und die Erhaltung und nachhaltige Entwicklung zu fördern. Laut einem brasilianischen Minister duldet das Land aber keine ausländische Beeinflussung in seine Amazonas-Politik.
Da Regenwaldboden nährstoffarm ist, ist er auf die Wiederverwertung der Mineralstoffe im Laub angewiesen. Bei solch feuchtem Klima zersetzen Mikroorganismen das Laub in recht kurzer Zeit. Wenn aber kein Wald und damit auch kein Laub mehr auf dem Boden liegen, trocknet er aus und es kommt zu Erosion. Sind die gerodeten Flächen nun größer, kann sich der Wald dort nicht regenerieren. Bäume binden Kohlendioxid, das den Treibhauseffekt auslöst. So sind an den Treibhausabgasausstößen des Landes Brandrodungen mit 75 % beteiligt, während die Verbrennung fossiler Brennstoffe nicht einmal ein Viertel ausmachen. Im Amazonasgebiet leben viele Tier- und Pflanzenarten. Diese Arten können ohne Regenwald nicht überleben.
Ein weiteres Umweltproblem ist der Bauxit- und Goldtagebau, der die Flüsse verschmutzt und die indigene Bevölkerung gefährdet. 2000 erlitt der Fluss Iguaçu eine Ölpest. Ein Jahr später sank vor der brasilianischen Küste die größte Ölplattform der Welt und bedrohte das dortige Ökosystem. In den Städten hat man mit Luftverschmutzung und Abwasserproblemen zu kämpfen.
In Brasilien wird dem Kraftstoff eine gewisse Menge Alkohol beigemischt. Neben umwelttechnischen Gründen (Reduzierung der Schadstoffemissionen) ist dafür hauptsächlich der Kostenfaktor verantwortlich: Ethanol ist bis zu zweimal billiger als Automobil- und bis zu viermal billiger als Flugbenzin. Der Anteil an Ethanol im Benzin ist gesetzlich geregelt und wurde 2006 von ehemals 25 % auf 20 % gesenkt. In Brasilien ist es möglich mit Autos zu fahren, die einen Ethanol-, Benzin- oder einen Flex-Fuel-Motor besitzen. Das dreimillionste Flex-Fuel-Auto wurde im Dezember 2005 verkauft und auch die ersten Flugzeuge fliegen mit Ethanol, was die Luftverschmutzung insgesamt reduziert. Das erste mit Alkohol betriebene Flugzeug der Welt, die EMB-202 Ipanema, wurde 2002 von Embraer in Brasilien gebaut. Brasilien ist der viertgrößte Auto- und mit 12000 Flugzeugen der zweitgrößte Flugzeug-Produzent der Welt.
Brasilien hat sich an diesen Umweltabkommen beteiligt: Ramsar-Konvention (1971), Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES (1973), Biodiversitäts-Konvention (1992), Basler Konvention (1989), Rahmenübereinkommen über Stoffe, die zum Abbau der Ozonschicht führen, Kyoto-Protokoll (1997).
