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Die brasilianische Flagge

Dienstag, 17. November 2009

Die Flagge Brasiliens zeigt eine gelbe Raute auf grünem Grunde.

Die Farben stehen ursprünglich nicht für das Grün der weiten Urwälder und die zahlreichen Bodenschätze (gelb) des Landes. Grün ist vielmehr die Farbe des Hauses Braganza, Gelb die der Habsburger.

Der blaue Bereich in der Raute stellt den Himmel über Rio de Janeiro am 15. November 1889 um 8:30 Uhr dar – der Ort und die Zeit der Proklamation der Republik. Per Gesetz muss die Abbildung so sein, als befände sich der Betrachter im All und schaue durch die Sternbilder auf Brasilien. Die 27 Sterne (seit 1992) stehen für die 26 Bundesstaaten und den Bundesdistrikt. Die Anzahl der Sterne steigerte sich von 21 (1889 – 1960) auf 22 (1960 – 1968) und auf 23 (1968 – 1992).

Das portugiesische Motto ordem e progresso (Ordnung und Fortschritt) des weißen Spruchbandes geht auf den Franzosen Auguste Comte zurück, dessen Philosophie (der Positivismus) die Gründerväter der Republik anhingen.

Zur Geschichte der brasilianischen Nationalflagge: Anlässlich der Unabhängigkeitserklärung von Portugal nahm Brasilien am 18. September 1822 eine grüne Flagge mit einer gelben Raute an, deren Ecken den Rand der Flagge berührten. Die Farben der Flagge gehen auf den brasilianischen Kaiser Pedro I. zurück, der Grün, die Farbe seines Hauses (Bragança), anlässlich seiner Eheschließung mit Maria Leopoldine von Österreich mit dem Gelb der Habsburger verband. In der Mitte der Flagge erschien ein gekrönter grüner Schild, der von grünen Kaffee- und Tabakzweigen umgeben war. Auf dem Schild lag eine weiße Scheibe mit dem karmesinroten Kreuz des Christusordens in der Mitte. Dezember 1822 wurde das Kaiserwappen in die Mitte der Flagge gesetzt.

1889 wurde der letzte brasilianische Kaiser (Pedro II.) gestürzt. Die Republik ersetzte das kaiserliche Wappen auf der Flagge durch eine blaue Himmelskugel mit den Sternen des südlichen Himmels, durchzogen von einem weißen Band, das die Aufschrift Ordem e progresso trägt. Die Sterne auf der Flagge stellen den Himmel über Rio de Janeiro am 15. November 1889 dar, den Ort und dem Zeitpunkt, an dem die Republik ausgerufen wurde. Dabei wurde auch die gelbe Raute auf der grünen Fläche auf die jetzige Größe verkleinert.

Die aktuelle Darstellung der Flagge wurde durch das Flaggengesetz Nr. 8421 am 11. Mai 1992 angenommen.

Brasilianisierung

Dienstag, 22. September 2009

Brasilianisierung des Westens ist eine vom deutschen Soziologen Ulrich Beck Ende der 1990er Jahre in die soziologische Debatte eingeführte Kurzformel für den von ihm vermuteten sozialen Wandel Europas in Richtung einer zunehmenden sozialen Ungleichheit.

Der Begriff wurde auch durch Franz Josef Radermacher in der Forderung nach einer Änderung des politischen Systems in Richtung einer weltweiten ökosozialen Marktwirtschaft aufgegriffen.[1]

Beck sieht als Folge der Globalisierung unter dem neoliberalen Paradigma eines vollständig freien Marktes Tendenzen zur Veränderung der Schichtung postindustrieller westlicher Gesellschaften in Richtung auf eine Angleichung der Arbeitskultur an die Standards der Entwicklungsländer und auf einen Zerfall der Bürgergesellschaft voraus. Seine Skizze sagt somit den europäischen Staaten einen Entwicklungsrückgang voraus, der sich – seit den 1920er Jahren vorweg genommen – im (zu Europa relativen) Abstieg etlicher lateinamerikanischer Staaten bereits durchgesetzt hat, charakterisiert durch eine Zerrüttung der Mittelschichten, eine Öffnung der Einkommensschere und durch Armutsszenarien, die bislang nur aus Ländern der Dritten Welt bekannt waren. Brasilien, aber auch Chile, Argentinien, Uruguay oder Costa Rica könnten hier genannt werden.

Allerdings ist die Brasilianisierungsthese zwar erhärtbar, jedoch nicht falsifizierbar.

Religion

Dienstag, 17. Februar 2009

Nach dem Zensus im Jahres 2000 bekannten sich 73,6 Prozent der Brasilianer zur römisch-katholischen Kirche. Die Zahl der Katholiken ist rückläufig. 1960 betrug die Zahl der Katholiken noch 91 Prozent der Gesamtbevölkerung, bis 1985 nahm sie auf 83 Prozent ab und ist bis 2000 auf 73,6 Prozent gesunken. Teile des brasilianischen Katholizismus sind stark von afrobrasilianischen Traditionen beeinflusst.

15,4 Prozent der Bevölkerung sind protestantischen Glaubens. Der Protestantismus kam seit dem 19. Jahrhundert mit deutschen Einwanderern ins Land. Im 20. Jahrhundert haben aber vor allem nordamerikanische Missionskirchen große Erfolge erzielt. So gab es seit etwa 1960 eine starke Zunahme protestantischer Freikirchen. Heute gibt es 35.000 Freikirchen in Brasilien.

7,4 Prozent erklärten keiner Religion anzugehören.

1,3 Prozent sind Anhänger des Spiritismus, 0,3 Prozent bekannten sich zu afro-brasilianischen Religionen wie Candomblé und Umbanda.

Des weiteren gibt es etwa 1.100.000 Zeugen Jehovas, 600.000 Mormonen, 215.000 Buddhisten, meist Nachkommen japanischer Einwanderer, 150.000 Juden, 27.000 Muslime, meist Nachkommen syrisch-libanesischer Einwanderer und knapp 3.000 Hindus.

Herzlich Willkommen auf Brasilien24.net

Freitag, 23. Januar 2009

Im Jahr 2014 wird die Fußball-WM in Brasilien stattfinden – Grund genug sich hier zukünftig etwas näher mit dem Land, seiner Geschichte, seiner Kultur und seinen Besonderheiten zu befassen. Aber natürlich auch mit dem Fußball, für den Brasilien berühmt und anerkannt ist.

Herzlich Willkommen also auf Brasilien24.net – der Plattform rund um alles, was mit mit Brasilien und der Fußball-WM 2014 zu tun hat.